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  1. Dein Kinderwunschforum – Erfahrungsaustausch & Expertenantworten für Deinen Weg zum Wunschkind! 💬🩺
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Eizellspende und HIV-Risiko ?

  • Honey
  • 6. April 2008 um 10:38
  • Honey
    Morula
    Beiträge
    311
    • 6. April 2008 um 10:38
    • #1

    Hallo, Ihr Lieben :blume:

    Mich lässt einfach nicht der Gedanke los, dass ich mich mit einer "frischen" Eizellspende mit HIV infizieren könnte, auch wenn die Wahrscheinlichkeit wohl eher gering ist....

    Habe also auch Dr. Kult (Pronatal) nach dem Risiko gefragt. Er sagte, dass ein Risiko besteht, sagte mir aber auch nicht, zu wieviel Prozent oder so ...

    Ich fragte ihn, ob man das HIV-Risiko mit Kryos ausschliessen kann. Laut Dr. Kult, ja.

    Ich fragte, ob es auch Patientinnen gibt, die wegen des HIV-Risikos keine "frischen" Eizellen nehmen würden. Laut Dr. Kult, ja es gäbe Patientinnen, aber nur sehr wenige....

    Nun meine Frage an euch:

    Haben eure Ärzte euch über das HIV-Risiko aufgeklärt?
    Haben eure Ärzte euch die Wahrscheinlichkeiten einer Infektion genannt?
    Haben eure Ärzte euch die Erfolgschancen mit "frischen" Eizellen und dazu im Unterschied mit Kryos genannt?
    Wie habt ihr euch entschieden? Nur Kryos, oder auf jeden Fall "frische" Eizellen?

    Ich weiß, das Thema wurde hier schonmal diskutiert. Würde nur gerne eure Meinungen und Erfahrungen hierzu hören, bzw. was eure Ärzte hierzu gesagt haben.

    Würde mich wirklich sehr über eure Antworten zu diesem "heiklen" Thema freuen! :kleeblatt:

    Liebe Grüße, Honey :flower:

    1. EZSP 2008: Fehlgeburt 9. SSW
    2. EZSP 2009: Versuch abgebrochen
    3. EZSP 2010: schwanger ... und Geburt eines süßen Töchterns :)

  • Dani82
    8-Zeller
    Beiträge
    147
    • 6. April 2008 um 10:51
    • #2

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hi Honey,

    also die genaue Wahrscheinlichkeit, dass du dich bei einer frischen EZ mit dem HIV- Virus infizierst, weiss ich auch nicht. Mich haben sie in Valencia darüber aufgeklärt und haben mir die Entscheidung überlassen.
    Es ist bei dem HIV Virus ja nun mal so, dass es erst 3 Monate nachdem man sich infiziert hat, im Blut festgestellt werden kann. Wenn also die Spenderin in den 3 Monaten vor der Punktion ungeschützten Verkehr hat, könnte sie sich infizieren. Das heisst aber noch lange nicht, dass auch die EZ infiziert ist. Eine mit HIV infizierte Frau kann auch ein nicht infiziertes Kind bekommen!
    Also müssen ziemlich viele negative Zufälle zusammen kommen, dass du dich mit dem Virus infizierst. Deshalb habe ich mich für eine frische EZ entschieden! Die Chancen das man mit einer eingefrorenen EZ schwanger wird, sind nämlich bedeutetend niedriger!

    Ich habe aber auch anfangs sehr viel darüber nachgedacht. Habe aber dann mit sehr guten Ärzten in ganz Deutschland drüber gesprochen und alle haben mir gesagt, dass das Risiko wirklich minimal ist!

    Ich hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen!

    LG

    Dani

  • Andra1
    8-Zeller
    Beiträge
    99
    • 6. April 2008 um 11:26
    • #3

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hallo Honey,

    ich finde es prinzipiell prima, wenn in diesem Forum auch über die vielen Risiken und Nebenwirkungen diskutiert wird, die eine EZS mit sich bringt. Lieber ein Mal mehr das Thema anschneiden, als bei aller Euphorie einfach vergessen.

    Wir sind in Bregenz bei Prof. Zech in Behandlung (EZSP erfolgt in Pilsen) und das Thema HIV stand beim Erstgespräch ganz ganz oben auf meiner Agenda.

    Wenn mann 100% sicher gehen möchte, müssen die Eizellen nach der Entnahme und Befruchtung eingefroren werden - und zwar 3 Monate lang. Nach 3 Monaten (so lang ist die Inkubationszeit) wird ein aktueller AIDS-Test bei der Spenderin gemacht. Wenn DER dann negativ ist, können die Embryos aufgetaut und transferiert werden. Problem dabei: gefrorene Embryos verlieren an Qualität, außerdem überleben nicht alle den "Auftau-Prozess".

    Die Schwangerschaftsraten sind mit "frischen" einfach höher.

    Normalerweise werden die Spenderinnen regelmässig getestet, klar. Trotzdem bleibt ein Restrisiko, wenn man sich für frische EZ entscheidet, wobei es auch nicht 100% sicher ist, dass man sich mit AIDS infizieren würde und/oder das Kind infiziert wäre, wenn die Spenderin tatsächlich infiziert WÄRE... Aber DAS würde wohl trotzdem keiner eingehen!

    Also, es bleibt dabei. Wir müssen entweder einige Abstriche in Qualität und Chance machen - oder aber, wir vertrauen den Ärzten, den regelmässigen Kontrollen und letztlich auch den Spenderinnen, die wir nicht kennen...

    Emotionale vs. rationale Entscheidung. Wir haben uns nach wirklich EWIGLANGER Diskussion und BEINAHE-STREIT für den Frisch-Versuch entschieden. Ich hoffe, dass es richtig war und setze damit grosses Vertrauen in alle Beteiligten...


    Aber schliesslich ist diese ganze EZSP letztlich ein einziger grosser VERTRAUENS-AKT! Ich habe keine Garantie dafür, dass die Spenderin regelmässig auf AIDS getestet wird und ich habe keine, dass mir tatsächlich ein Embryo transferiert wird - und kein Wassertröpfchen.

    So what. Es ist eine CHANCE und wir wollen sie und wir alle werden es schaffen :gut:


    Liebe Grüsse und ein schönes Wochenende noch,

    Andra

    [Blockierte Grafik: http://www.hebamme4u.net/babyTicker/bT_pics/11565.gif]

  • Purzel44
    8-Zeller
    Beiträge
    154
    • 6. April 2008 um 13:21
    • #4

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hallo zusammen,
    es gibt nebem dem Elisa-HIV-Test, auch die Möglichkeit einen PCR-Schnelltest kurz vor der Punktion der Spenderin durchzuführen. Das Zeitfenster verringert sich somit von 3 Monaten auf ca. 15 Tage. Frag doch mal in deiner Klinik nach, ob sie diesen Test machen können und wie hoch die Kosten sind.

    Hier findest du ausführliche Informationen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/HIV-Test

    Liebe Grüsse,
    Purzel44

    04/08 - IB Alicante: 1. EZS (negativ)
    11/08 - IB Alicante: 2. EZS (negativ)
    06/09 - IB Alicante: 3. EZS (Kryo - negativ)

  • Bine
    Morula
    Beiträge
    210
    • 6. April 2008 um 15:03
    • #5

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hallo Ihr 4,

    tolle ausführliche infos... Bin da auch total "hin und hergerissen" und hatte mir bis dato noch nicht solche Gedanken darüber gemacht... aber wenn ich so lese, wieviele Frauen mit frischen EZ schwanger geworden sind und nichts passiert ist.... nehme ich das mal als "gutes Omen" hin. Normalerweise bin ich ein super vorsichtiger Mensch... aber irgendwie sind wir da etwas gefangen ... allerdings sagte mir mein KI-WU Doch: "Machen Sie Kryo, das klappt schon", aber einfach deshalb, da der Aufwand geringer ist.....Finde es aber super gut, daß dieses Thema von Dir, Honey, wieder angesprochen wurde....

    Hmh, grübel :nixweiss:

    LG, Bine

    7 ICSIs, davon 2 FG
    5 Kryos, alle negativ
    1. EZP bei Reprofit Juni 08 - negativ

  • Honey
    Morula
    Beiträge
    311
    • 7. April 2008 um 20:10
    • #6

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hallo, :tach:

    vielen Dank für eure Antworten!!! :zustimm:

    @ Purzel:
    HIV-Schnelltest wäre schonmal eine gute Idee.... :gut:

    @ alle:

    Habe etwas recherchiert:

    HIV/AIDS - Infizierungsrate der Erwachsenen
    z.B. Deutschland, Tschechien, Spanien:

    http://www.lexas.net/laenderdaten/bevoelkerung/hiv_rate.asp


    Tschechische Republik:

    http://www.lexas.net/laenderinfos/i…sche%20Republik

    Einwohner: 10.228.744
    HIV/AIDS
    Anzahl: 2.500
    Todesfälle: 10
    Infizierungsrate der 14-49 Jährige: 0,10%


    Spanien:

    Einwohner: 40.448.191

    HIV/AIDS
    Anzahl: 140.000
    Todesfälle: 1.000
    Infizierungsrate der 14-49 Jährige: 0,70%

    Inwieweit man diesen Angaben trauen kann, weiß ich nicht. (Alles ohne Gewähr von meiner Seite :wink: ). Sollte vielleicht auch nur mal als Anhaltspunkt gesehen werden. Die Raten für die Tschechei sind hiernach nicht höher als in Deutschland..... :gruebel:

    Tja, werde wohl noch weiter über dieses Thema nachdenken ... :lupe:

    Liebe Grüße, Honey :flower:

    1. EZSP 2008: Fehlgeburt 9. SSW
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  • ajdan
    Eizelle
    Beiträge
    10
    • 10. April 2008 um 16:09
    • #7

    Re: Eizellspende und HIV-Risiko ?

    Hi Honey

    Letzte Woche las ich hier deine Nachricht im Forum und musste oft über das Risiko einer HIV-Ansteckung
    nachdenken. Hier ein kurzer "Erfahrungsbericht":

    Wir sind in Valencia in Behandlung und warten auf die 1. EZS, unser Vorgespräch war im letzten Jahr. Damals
    mussten wir auch alle Untersuchungsergebnisse (Hepatitis, HiV etc.) mitbringen. Beim letzten Kontakt mit
    Valencia wurde nun sofort bemerkt, dass die Ergebnisse älter als 6 Monate sind und wir mussten diese Woche
    wieder zum Test.

    Das zeigt doch, dass sie es genau nehmen mit den Test's. Die Spenderinnen werden bestimmt gleich
    streng getestet, aber natürlich bleibt immer ein Restrisiko. Aber dieses besteht im Leben immer!

    Liebe Grüsse
    ajdan

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