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Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

  • JUJU
  • 1. März 2007 um 22:23
  • JUJU
    8-Zeller
    Beiträge
    64
    • 1. März 2007 um 22:23
    • #1

    Hallo,

    ich überlege im Moment meine erste Eizellspende vornehmen zu lassen und mich interessiert die Verträglichkeit einiger Medikamente. In meinem Behandlungsplan steht Folgendes:

    1. Zyklus: Östrogen-Gestagen-Kombinationspille (z.B. Yasmin) oder höher dosiert Ethinylestradiol 2x25 mg+ Norethisteron 2x5 mg

    dann: Decapeptyl Depot 3,75 mg oder Enatone Gyn Depot

    2. Zyklus: Progynova oder Estraderm T100 als Pflaster

    3. nach der Punktion 800 mg Progesteron

    Ich habe gehört, dass Progynova ein "Teufelszeug" ist und die Spritzen zu starken Nebenwirkungen führen. Ist das generell so oder eher die Ausnahme?

    Bis dann

    JUJU

    JUJU

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 2. März 2007 um 13:00
    • #2

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    aaah...Mumpitz. Wirklich. Da wird immer ein Zeug erzählt... unglaublich. Der ganze Bereich der künstlichen Befruchtung reizt offensichtlich zum wilden Phantasieren. Ich habe auch schon so oft gehört, eine IVF wäre eine "Tortur" - oder die in Pressebeiträgen über EZS immer wieder aufgewärmten rumänischen Spenderinnen, die dann unfruchtbar werden etc. Dr. med. Mabuse lässt grüßen.

    Juju, im einzelnen.
    - Gestagen kann dich müde machen.
    - Östrogen regt eher an, ich fand diese Stimulation immer angenehm. Östrogene bieten immer ein minimales Brustkrebsrisiko. Bei den Pflastern aufpassen, dass sie unterhalb des Nabels kleben und die Stellen wechseln.
    - Die Downregulation kann Wechseljahres-Symptome hervorrufen, Hitzewallungen etc. Hat es bei mir aber nie. Ich habe nichts davon gemerkt.

    In der Schwangerschaft produziert dein Körper selber diese Hormone in weitaus höheren Dosen. Und eine Schwanegrschaft ist VIEL belastender als so eine Stimulation. Wenn dich das Brustkrebsrisiko ängstigt: Spät Kinder kriegen erhöht das Brustkrebsrisiko sowieso, egal, wie sie gezeugt werden.

    Also, da kann man sich verrückt machen - oder es lassen.

    Gruß Romy

  • roulezrouge
    4-Zeller
    Beiträge
    66
    • 2. März 2007 um 13:48
    • #3

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    liebe juju,

    lass dich bitte nicht verrückt machen von nebenwirkungen. jede frau reagiert anders. ich z.B. bin wirklich sensibel, was medikamente betrifft. die halbe dosis ist für mich bei allem normalerweise ausreichend.
    darum hatte ich auch anfangs große bedenken wegen der vielen medikamente, angst vorm spritzen, den nebenwirkungen, vorm dick-werden, etc..... , selbst ein gynäkologe meinte scherzend, dass ich meine engen hosen während der downregulierung zu hause lassen könnte.
    war alles nicht wahr. ich habe alle medikamente sehr gut vertragen - war selber überrascht - nur utrogestan hat mich anfangs müde gemacht. beim 4. versuch war ich aber schon so darauf eingestellt (oder der körper hat sich angepasst?), dass ich mich auch da innerhalb 3 tagen völlig normal fühlte.
    also die körperlichen aspekte der behandlung hatte ich mir vorher viel schlimmer vorgestellt.

    unterstützung daneben (ernährung, alternativmedizin, leichter sport, ev. psychotherap. begleitung oder eine gesprächsgruppe,etc.....) hilft ebenfalls sehr viel. die medikamente sind die brücke, also nur ein teil des weges.

    liebe grüße
    roulezrouge

    romy: ein gläschen wein hilft? wusste ich gar nicht. ein gläschen wein trinke ich nämlich ganz gerne.

  • Tapabo06
    8-Zeller
    Beiträge
    121
    • 2. März 2007 um 15:38
    • #4

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    Hallo Juju,

    ich kann meinen Vorrednerinnen nur zustimmen, schlimme Nebenwirkungen habe ich nicht gemerkt. Utrogestan vaginal riecht unsexy und krümelt und mit zunehmender Schwangerschaftsübelkeit hatte ich immer weniger Lust, irgendwelche Tabletten oral zu nehmen (und sei es Folsäure). Ich war also froh, als in der 13. Woche alles absetzen konnte, aber schlimm war's nicht. Auch nicht die Decapeptyl-Depotspritze.

    Liebe Grüße,
    Tapabo

    ------------------------------------------------------------
    2 Kinder durch EZS - Tochter 01/05, Sohn 05/07

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 2. März 2007 um 17:50
    • #5

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    Jau, Roulezrouge, Weintrinkerinnen werden signifikant schneller schwanger, das ist wissenschaftlich belegt. Ich habe darüber einen Artikel gelesen. Ob weiß oder rot, ist egal. Anderer Alkohol hat diese Wirkung nicht. Ich habe daraufhin tatsächlich angefangen, jeden Abend ein Glas zu trinken. Ich bin dann ja auch tatsächlich schwanger geworden. Vielleicht hat der Wein ja ein bisschen mitgeholfen. Who knows. Jedenfalls ist es eine angenehme Schwangerschaftsvorbereitung.
    Gruß Romy

  • Josi
    Morula
    Beiträge
    596
    • 2. März 2007 um 19:41
    • #6

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    Thema Nebenwirkungen und Beipackzettel ;)

    ehrlich gesagt glaube ich bei manchen, wenn sie den Beipackzettel nicht so sorgfältig studieren würden, wüßten sie gar nicht, worüber sie jammern könnten ;-).

    Nein, im Ernst, fühlbare Nebenwirkungen hatte ich bei meinen ganzen eigenen Versuchen schon so gut wie gar nicht -
    und die Medikation für EZS fand ich eigentlich kaum bemerkenswert. Wie Tapabo schon schrein, was sich spürbar im wahrsten Sinne des Wortes bemerkbar macht, ist das Utrogest, der Slipeinlagenverbrauch wächst praktisch ins Uferlose .


    Übrigens wurde in drei großen langjährigen Vergleichsstudien aus den USA, Japan und Frankreich eindeutig festgestellt, daß Langzeitstillen ( deutlich über ein Jahr lang ) das Brustkrebsrisiko ganz erheblich senkt, beim LZS von mehreren Kindern bis auf einen Minimalrisikowert . Das Alter, in dem die Frauen schwanger wurden, spielte dabei eine eher untergeordnete Rolle, wichtig war die lange Stilldauer. Bei Frauen, die nur kurz, 4-6 Monate gestillt hatten,war das Risoko ebenso erhöht wie bei den Nichtstillerinnen.
    Die Verfasser sind der Meinung, daß die überproportional weltweit angestiegene Brustkrebsquote zu einem Teil auf das Nicht- bzw. Kurzstillen zurückzuführen ist.

    Aber das nur am Rande. Also, nur Mut, ist alles halb so wild.


    Viel Erfolg wünscht

    Josi

  • JUJU
    8-Zeller
    Beiträge
    64
    • 4. März 2007 um 21:32
    • #7

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    Hallo!


    Stillen, ein gutes Thema. Wenn man so "wenig" Hormone wie ich hat, muss man ja einen Hormonersatz nehmen. In der Stillzeit darf man das aber doch nicht. Wie regelt ihr das? Lieber den eigenen Körper ruinieren (???) oder Stillen? Oder ist es so, dass während des Stillens die Hormonwerte eh anders sind und man gar keinen Hormonersatz braucht?

    Bis dann JUJU

    JUJU

  • romy
    Blastozyste
    Beiträge
    995
    • 5. März 2007 um 11:58
    • #8

    Re: Veträglichkeit der Medikamente bei Eizellspenden

    Juju, ich kenn mich mit POF nicht aus, aber in der Stillzeit ist bei jeder Frau der Östrogenspiegel stark reduziert. Ich würde annehmen, dass du während der Stillzeit keine Subsitution benötigst.

    Ja, das mit der brustkrebsschützenden Wirkung des Stillens habe ich auch gelesen, das ist signifikant.

    Viele Grüße
    Romy

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