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Negative Erfahrungen mit Biotexcom Ukraine

  • PappaBaer
  • 25. September 2018 um 15:14
  • PappaBaer
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 25. September 2018 um 15:14
    • #1

    Hallo alle zusammen,

    hiermit möchten wir uns über unsere negativen Erfahrungen mit Biotexcom mitteilen.

    Ich und meine Frau haben 2015 eine gesunde Tochter auf natürlichem Wege (gezeugt und geboren) bekommen. Leider trat bei meiner Frau nach der Geburt eine starke Blutung durch „Placenta Increta“ auf und Ihr musste die Gebärmutter entfernt werden. Da wir unbedingt weitere Kinder wollten haben wir uns im Internet (Seiten/Foren) informiert und Biotexcom gefunden und kontaktiert. Wir wollten unbedingt weitere Kinder mit unserer „DNA“ also Eizellen meiner Frau (Ihre Eierstöcke und Eizellen sind intakt) und Spermien von mir.

    Die ersten emails mit Frau Irina Kopat (unsere Kontaktperson und spätere Betreuerin oder Managerin) waren sehr freundlich und das einzige was uns störte waren die langen Wartezeiten zwischen den Antworten auf unsere emails.

    In der Ukraine waren wir dann zum ersten mal im September 2017. Abholung (Flughafen) und Unterkunft (Mit Spielanlage vor dem Gebäude für unsere Tochter) waren erstklassig. Auch die Haushälterin war toll, sie konnte zwar kein Englisch oder Deutsch aber wusste sich mit Google Translate zu helfen. Sie hat fantastisch gekocht, mit unserer Tochter gespielt und war wirklich sehr sehr nett. Leider hat Sie den Job offenbar nur in den Semesterferien gemacht. Aber wie dem auch sei, der erste Eindruck war somit super. Was nicht super war waren die Infos wie es am Folgetag dann weitergehen sollte. Erst spät am Abend haben wir dann eine email mit der Info erhalten wann wir am Folgetag abgeholt werden. Am 07.09 waren wir dann das erste mal in der Klinik für die ganzen Gespräche, Formalitäten, Untersuchungen usw.

    Hier fiel uns erstmalig auf das Frau Irina Kopat offenbar mehr als überlastet ist. Wie sich herausstellte war Ihre Assistentin Katja, die uns statt Frau Kopat in Empfang nahm, sogar die mit der wir teilweise emails geschrieben haben. Ein Unding bei uns in Deutschland, wenn hier irgendeine andere Person schreibt wird das kenntlich gemacht (z.B. „ich Katja, schreibe Ihnen im Auftrag von Irina Kopat“ oder ähnliches).

    Die Wartezimmer waren voll von Kunden/Interessenten aus allen Ländern und deren Ihren Betreuern/Managern. Es fiel uns auf das die Betreuung der anderen, speziell der Chinesen, viel professioneller bzw. besser war als unsere.

    Wir wurden untersucht und es fanden erste Gespräche mit der Ärztin Frau Dr. Kristina Trisko statt. Frau Irina Ivashchenko hat zusammen mit Katja übersetzt. Frau Irina Kopat haben wir diesbezüglich auch zum ersten mal persönlich kennengelernt, sie hat dann Katja ersetzt bzw. hat alles weitere übernommen. Im Rahmen der Untersuchungsbefunde und der Unterlagen die wir im Vorfeld mitgebracht haben wurden uns, aufgrund des Alters meiner Frau (40), 2 Versuche zugesichert. Die Qualität meiner Spermien wurde als mittelmäßig beschrieben (Was sich mit dem Spermiogramm meines Urologen in Deutschland deckt). Die Verträge/Papiere die uns vorgelegt wurden waren nicht korrekt weil wir eine Leihmutterschaft mit eigenen Eizellen und Spermien wollten, uns aber Verträge für Eizellen- und Spermienspenden vorgelegt wurden. Gut Fehler passieren und die richtigen Unterlagen wurden schnell erledigt und unterschrieben.

    Wir haben uns, bereits im Vorfeld, für das VIP Paket entschieden und wollten im besten Fall einen Jungen bekommen. Es war zwar nicht alles perfekt aber Frau Kopat gelobte Besserung und sie sollte auch durch weitere/neue Assistentinen unterstützt und entlastet werden.

    Wir haben die benötigten Medikamente bekommen und sind am Folgetag abgereist.

    Ab Okt. sollte meine Frau die Tabletten/Medikamente einnehmen. Im November wieder anreisen und dann sollte mit der Stimulation begonnen werden. Punktion war dann 14 Tage später anvisiert.

    Zwischenzeitlich hatten wir Kontakt mit Irina (und/oder Katja) per email und Viber aber auch hier dauerte es häufig ein paar Tage bis wir antworten bekamen und es gab ein Problem mit dem Zeitplan der Medikamenteneinnahme, aber das Problem lies sich lösen.

  • PappaBaer
    Eizelle
    Beiträge
    2
    • 25. September 2018 um 15:15
    • #2

    Bei unserem zweiten Aufenthalt waren wir von der Unterkunft enttäuscht. Die Unterkunft war zwar nicht weit von der Klink entfernt aber in einem hässlichen Gebäude und die Innenausstattung war auch mäßig. Die Haushälterin Anja wurde bereits am Folgetag von einer anderen (Sveta) ersetzt. Und obwohl beide Damen älter waren als die Studentin Anastasia von unserem ersten Besuch in der Ukraine, konnten beide nicht wirklich kochen aber waren bemüht und haben sonst Ihre Sache gut gemacht (Nur halt nicht so gut wie Anastasia). Auch ein schöner Spielplatz für unsere Tochter war nicht in Nähe. Wir wollen natürlich keinen Luxus Urlaub in der Urkaine machen (Sondern eben weitere Kinder) aber trotzdem hat sich das alles nicht nach VIP Paket angefühlt.

    Die viel größere Enttäuschung kam allerdings dann am Folgetag in der Klink. Alle haben versäumt uns mitzuteilen das Irina Kopat in Belgien bei einem Seminar war und während einem Großteil unseres Aufenthaltes gar nicht vor Ort sein würde.

    Als wir uns beschwert haben dass uns dies nicht mitgeteilt wurde und uns auch die anderen Probleme stören hat sich nicht etwa etwas verbessert, nein das Gegenteil ist eingetreten. Irena Kopat war, auch nach Ihrer Rückkehr, offenbar beleidigt darüber das wir uns über Sie beschwert haben.

    Um es vorweg zu nehmen haben wir Irina Kopat KEIN einziges mal während unserem zweiten Aufenthalt gesehen (16 Tage !). Selbst als Sie wieder zurück war vom Seminar lies Sie sich nicht einmal blicken. Schlimm dafür das Sie ja unsere Betreuerin ist.

    Katja und eine neue Assistentin, Arina, waren aber sehr bemüht. Wieder wurde aber der Klassenunterschied zu den Chinesen, Italienern und den Englisch sprechenden Kunden deutlich. Nachdem ich gesehen habe das jedes Paar ein Smartphone mit SIM Karte gestellt bekommt und uns das auch zusteht habe ich nachgefragt. Es dauerte 3-4 Tage bis wir dieses auch bekommen haben. Ein Unding wenn man erreichbar sein sollte oder mal telefonieren musste oder ein Taxi braucht. Einem Pärchen aus Portugal wurde das bereits beim Ersttermin zur Verfügung gestellt, wir mussten uns alles erfragen und fühlten uns als müssten wir uns alles „erbetteln“.

    Unserer Tochter (2 Jahre alt) war verständlicher Weise langweilig und so wollten wir ab und zu kleine Ausflüge machen (Zoo/Sehenswürdigkeiten) aber die Taxis in der Ukraine waren nicht leicht zu bekommen und wussten oft nicht wo man hin will und konnten nur Ukrainisch. Hilfe von Biotexcom wurde zwar angeboten (eigene Fahrer sofern verfügbar) oder auch die Organisation von Taxis aber das alles klappte nur mäßig. Erst als uns Kunden/Patienten aus Italien darauf hingewiesen haben das es in der Ukraine Uber gibt war dieses Problem gelöst. Sie wurden von Ihrer Betreuerin (Ludmila oder so ähnlich hieß die) direkt bei Ankunft darüber informiert. Wir natürlich wiedermal nicht. Selbst Sachen wie Übernahme der Verpflegung bei auswärtigen Mahlzeiten und Fahrtkostenübernahme (Für die Uber Fahrten) haben wir erst auf Nachfrage und sehr spät erfahren.

    Während unserer Aufenthalte in der Klinik sprachen wir mit anderen Pärchen aus Deutschland. Es stellt sich raus das ALLE unzufrieden waren und die selben Probleme hatten die Irina Kopat als Betreuerin hatten. Nur die Deutschen Pärchen die in dem Eizellen Programm von Frau Ruzhena Bondarenko betreut wurden waren rundum zufrieden.

    Die anderen Kunden (Italien, Portugal, China usw.) wurden auch viel besser betreut und waren zufrieden. Wir haben gefragt ob diese evtl. mehr bezahlen als wir, aber nein, dem war nicht so.

    Um es an dieser Stelle nochmal deutlich zu sagen. Wir wollten nie eine „Extrawurst“ wie es bei uns heißt. Wir wollten nur die gleiche Behandlung und den gleichen Service haben den die anderen (VIP oder nicht VIP) Kunden auch hatten.

    Irina Ivashchenko haben wir auch gefragt ob wir irgendwie von Ruzhena oder jemand anders Betreut werden könnten und wo wir uns über Frau Kopat beschweren könnten. Aber jeder hatte sowas wie „Angst“ vor Frau Kopat. Sie ist nicht nur Managerin für deutsche Leihmutterschafts-Kunden sondern auch die Leiterin der ganzen Kinderwunschprogramme. Uns wurde mitgeteilt das nur der Klink- bzw. Agenturleiter und GOTT (!) über Ihr stehen.

    Klinkleiter bzw. Agenturleiter konnten oder durften wir leider nie sprechen (obwohl er Deutsch kann) da er ständig beschäftigt oder nicht da war. Sehr schade weil uns ja sonst keiner beim Thema Irina Kopat helfen konnte.

    In der Hoffnung das dass wichtigste, das Ziel ein weiteres Kind, wenigstens erreicht wird haben wir aber über all die kleinen und großen Probleme hinweggesehen.

    Meiner Frau wurden dann zum Ende der Stimulation 8 große Eizellen entnommen.

    Per email kam dann leider von Irina (wahrscheinlich aber Katja) die Info das sich von den 8 Eizellen nur 4 Embryos gebildet haben. Warum und wieso es mit den anderen nicht geklappt hat (1-2 sollen ja immer „unbrauchbar“ sein) wurde uns nicht mitgeteilt.

    Kurz darauf auch der Anruf von Arina das alle Embryos weiblich sind, nach kurzer Beratung mit meiner Frau (Wir wollten ja einen Jungen) haben wir uns entschieden das ein Mädchen auch in Ordnung wäre (Obwohl wir ja schon eine Tochter haben).

    Trotz allem waren wir guter Dinge das es klappt bis dann kurz vor Weihnachten/Neujahr die Horror-Nachricht kam. Die Leihmutter wurde nicht schwanger, sie hat Ihre Tage bekommen, es hat also mit der Befruchtung nicht geklappt.

    Wir waren am Boden zerstört und haben per email gefragt wie es denn jetzt weitergeht. Daraufhin kam von wem auch immer (Kopat oder Katja) nur die Info das damit unser Programm beendet sei. Nachdem wir gesagt haben das wir doch evtl. weitere Versuche bei Fehlschlag machen wollen hieß es da müssen Sie nochmal zahlen. War uns klar und bewusst.

    Dann aber hieß es das es nicht mit den Eizellen meiner Frau geht. Warum ? Weil angeblich nicht gut genug. Die Ärztin war aber im Vorfeld sehr zufrieden (Größe usw.). Wir wollten die Ärztin sprechen da diese gesagt hat das 2 Versuche möglich sind. Es kam aber nie zu einem Gespräch da die Ärztin ständig nicht erreichbar sei. Wir wurden wahrscheinlich nur abgewimmelt und es wurde gar nicht versucht mit der Ärztin in Kontakt zu treten.

    Der Schock bei uns saß verständlicher weise tief. Zumal alles sehr trocken und kurz per email vermittelt wurde. Gespräch mit der Ärztin wurde uns wiederholt verweigert, auch die Kontaktdaten des Klinkleiters durften nicht weitergegeben werden. Einfach nur schlimm, so etwas zerstört das Vertrauen und hat was vom „abwimmeln der unbeliebten Kunden/Patienten“. Es kam uns so vor als ob nur etwas erfunden wurde damit wir endlich aufhören zu schreiben/fragen.

    Wir haben nun selber Tests bei meiner Frau und bei mir in Deutschland machen lassen. Die Eizellen meiner Frau haben eine Größe von über 1,8 – 2,2 cm (Also gute Größe) und auch das Müller Hormon spricht von einem fruchtbaren Ergebnis. Das gleiche bei mir, im neuen Spermiogram liegen meine Werte (Volumen, Anzahl, Mobilität) nur knapp unter dem Durchschnitt.

    Wir können und wollen also nicht verstehen das es mit unseren Eizellen und Spermien nicht gehen sollte. Ebenso können unsere Ärzte dies nicht nachvollziehen.

    Von Irina/Katja kam nur die Info das wir uns, wenn wir unzufrieden sind, an das englische Team wenden können.

    Wir möchten das Kapitel Kinder noch nicht abschließen. Auch möchten wir Biotexcom nicht auf Internetseiten und Foren schlecht bewerten aber derzeit sind wir verständlicher Weise mit der Unterstützung und Betreuung nicht zufrieden.

    Wir wollen kein „Geld zurück“, obwohl so etwas natürlich toll wäre. Aber Geld war bei uns nie das Problem, wir wollen einfach KINDER. Und wir wollen uns nicht wie Patienten/Kunden 2ter Klasse fühlen. Wir zahlen alle das gleiche (Chinesen, Deutsche, Italiener usw.). Daher sollten auch alle gleich behandelt werden.

    FAZIT:
    Biotex meiden sofern man diese Frau Kopat als Betreuerin in Aussicht hat. Dann am besten gleich eine andere Klink suchen....

  • Annita
    Eizelle
    Beiträge
    5
    • 18. April 2019 um 10:11
    • #3

    jedes Jahr machen unfruchtbare Paare aus ganz Europa ähnliche Reisen - sie weichen dem Leihmutterschaftsverbot zu Hause aus, indem sie ins Ausland reisen und nicht große Summen für die Geburt eines Kindes ausgeben. Besonders, in der Ukraine bieten Leihmutterschaftsprogramme, die auf modernen, innovativen Ideen basieren und von erfahrenen Reproduktionsexperten geleitet werden. Reproduktionsmedizinisch gibt es zwei Möglichkeiten einer Leihmutterschaft. wie schade, dass die Frauen die wirklich ein Kind haben möchten, haben keine Möglichkeit ihren Traum auf natürlichem Weg zu erfüllen. ich denke, dass die Leihmutterschaft vielleicht die beste Option ist. deutsche Wunscheltern, die ihr Kind von einer Leihmutter im Ausland austragen lassen, haben keine Probleme bei der Einreise mit dem Baby nach Deutschland bekommen. Leihmutterschaft ist eine Methode der medizinisch betreuten Befruchtung, wenn ein Paar wegen Unfruchtbarkeit keine Kinder bekommen kann. die Ukraine ist eines der wenigen Länder in der Welt, wo Leihmutterschaft vollständig durch Gesetz geregelt ist. ja,ja die Klinik ist nicht nur für die medizinische Durchführung zuständig, sondern auch für die Beratung der potenziellen Leihmütter und für die Vertragserrichtung. deutschen Paaren, die sich den Kinderwunsch durch Leihmutterschaft ermöglichen wollen, bleibt nur Möglichkeit ins Ausland zu fahren.

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